Ski tradition in Harrachov

Die Tradition des Skilaufs in Harrachov wird bald danach geschrieben, als Graf Harrach die ersten Skis nach Böhmenbrachte.

Nach dem Vorbild anderer Länder, vor allem im Norden, beginnt man die ersten Skilaufwettbewerbe zu veranstalten. Das genaue Datum des ersten Wettlaufes kennen wir nicht, wir wissen jedoch, dass am 13.2.1905 über Harrachov die Strecke des ersten Distanzlaufes auf 50km im Rahmen der Meisterschaft der Länder der Böhmischen Krone stattfindet, am 18.2.1906 wurden beim Hotel BucharKrakonoš Stafettenläufe gestartet, angeblich die ersten in Mitteleuropa. Im Jahre 1908 wurde der deutsche Verein der Wintersporte Harrachov-Nový Svět gegründet, im Jahre 1910 existiert bereits in Harrachov ein tschechischer Klub, welcher zu Beginn der Saison 1910-11 als Ausdruck des Dankes zur Bedeutung der Arbeit des Bahnbrechers des Skilaufes Jan Buchar die Bezeichnung Buchar’s club (LTBK) annimmt. Es beginnen auch die ersten Sprungschanzen aufzuwachsen.

Im Jahre 1920 wurde am Fuße des Berges Čerťák die erste Schanze in Böhmen mit künstlicher Anfahrt gebaut, im Jahre 1922 errichtete ebenfalls der LTBK seine erste Schanze auf dem Berg Ptačinec.

Der erste große Grenzstein in der Geschichte des Skilaufes in Harrachov waren die zu Ehren des VII. Skilauf-Kongresses im Jahre 1923 veranstalteten Wettläufe. An diesen Wettläufen nahmen die damals besten Skifahrer teil, insgesamt aus 11 Ländern Europas und der USA. Am Start des 50km-Laufes standen 64 Teilnehmer, den Wettbewerb im Skispringen verfolgten mehr als 20 tausend Zuschauer. Diese Wettbewerbe eröffneten die langjährige Tradition des Wettbewerbes um den Pokal der Kongressschanze.

Ein weiterer bedeutender Zeitraum in der Geschichte des Skilaufes in Harrachov ist die Tradition der Internationalen Skiwettbewerbe, deren seit dem Jahre 1954 insgesamt 17 Jahrgänge stattfanden. Am Start trafen sich stets hervorragende Sportler aus ganz Europa, vor allem aus Skandinavien, denen auch unsere Skiläufer erfolgreich konkurrierten, die damalige Repräsentierung der Tschechoslowakei war fast ausschliesslich von Skiläufern aus Harrachov gebildet.

Im Jahre 1956 wurde die erste Schanze mit der Kunststofffläche in der Republik in Betrieb gegeben. Nach einer kurzen Pause und Fertigstellung des Sprung- und Laufstreckenareals, einschliesslich der Skischanzen K-120 und der Schanze für Skiflüge, beginnt im Jahre 1980 eine neue, berühmteste Ära des Skisportes in Harrachov.

Harrachov wurde regelmässiger Veranstalter der Weltpokale, deren hier bereits 16 stattfanden. Im Jahre 1993 fand hier die Weltmeisterschaft der Junioren im klassischen Skilauf statt.

Höhepunkt des Skisportes in Harrachov sind zweifellos die Ski-Flüge.
Auf der Mammutschanze, welche eine von fünf auf der ganzen Welt ist, wurde bereits siebenmal geflogen, davon zweimal, im Jahre 1983 und 1992 um den Weltmeistertitel. Zweimal fiel in Harrachov der Weltrekord (im Jahre 1980 A. Kogler 176 und im Jahre 1983 P. Ploc 181 Meter). Im Jahre 1996 überschritt A. Goldberger erstmals in der Geschichte beim offiziellen Wettbewerb mit dem Flug von 204 Metern die magische Zweihundertlinie. Die berühmte Skisportgeschichte von Harrachov ist nicht nur im Veranstalten von Wettläufen, aber auch in den Erfolgen der Sportler und Funktionäre in Harrachov.

Insgesamt 19 Bürger aus Harrachov nahmen an Weltmeisterschaften oder den Olympischen Spielen teil, sie brachten von dort 11 Medaillen. Gegenwärtig ist Harrachov zweifellos das bedeutendste Zentrum des klassischen Skilaufes in der Tschechischen Republik.

Grundlage der Erfolge ist die Erziehung von fast hundert junger Skiläufer, welche in den Schüler- und Jugendkategorien bei der Republikmeisterschaft den grössten Teil der Medaillen einsammeln. Auch mit der Zahl der Sportplätze, wie sie in Harrachov sind, kann sich kein anderes Sportzentrum rühmen. Insgesamt stehen hier 7 Schanzen, von der K-16 für die Kleinsten bis zur K-185 für Skiflüge. Zur Verfügung stehen homologe Laufstrecken in der Länge von 3,3 bis zu 15 km